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DIE NATÜRLICHE FAMILIE DER PFERDE

Die Jungpferde bleiben so lange in der Herde, bis sie reif genug sind für Veränderung. Diese individuelle Entwicklung hat nichts von gewaltsamer Trennung zwischen Mutter und Jungtier. Ein junges Pferd wächst im Schutz der Familie und mit den Geschwistern auf, bis es im Alter von 2, 3 oder 4 Jahren die Herde verlässt. Manche bleiben sogar in der Herde.


Das natürliche Absetzen des Fohlens erfolgt:
• Nach allmählicher Loslösung von seiner Mutter
• In einem festen Herdenverbund, nach dem Aufbau neuer Bindungen zu anderen Pferden
• Frühestens im Fohlenalter von 8 bis 10 Monaten

Ein Fohlen wird in der Natur oft noch gesäugt, auch wenn die Mutter hochtragend ist oder sogar schon ein neues Fohlen geboren hat.


• Während die Stute meist mit der Aufzucht des jungen Nachwuchses beschäftigt ist, übernimmt der Herdenhengst einen wichtigen Teil der Erziehung der 1-, 2- und 3-Jährigen. Denn der Herdenhengst kümmert sich um Kontakte und Freundschaften und verteidigt seine Herde.
• Die meisten Familienherden bleiben im Kern ihr Leben lang zusammen. Wenn Junghengste ihre Herde verlassen, sind sie oft schon lange geschlechtsreif. Der Althengst würde nicht zulassen, dass sie in ihrer Herde decken. Sobald die Zeit reif und die Gelegenheit günstig ist, übernimmt ein Junghengst eine Herde, gründet eine neue oder schließt sich einer offenen Herde an.
• Hengste sind äußerst soziale Tiere mit wichtigen Aufgaben. Sie pflegen den Kontakt nach außen und halten ihre Familie zusammen. Einen Hengst einzeln zu halten, wie es in Menschenhand üblich ist, spricht völlig gegen seine Natur und sein wichtiges Bedürfnis nach Artgenossen.
• Ein Herdenhengst ist mit seinem Nachwuchs gemeinsam unterwegs und zeigt ihm vieles. Körperlich geschickt zu sein lernen sie von ihm ebenso wie soziale Strukturen aufzubauen und zu pflegen. Denn der Herdenhengst kümmert sich um Kontakte und Freundschaften und verteidigt seine Herde.
· Wechsel zwischen den Familienherden sind ein Prozess und geschehen nur aus bestimmten Anlässen. Gründe liegen oft in der Lebensphase, so dass in einem bestimmten Alter ein Verlassen der Herde natürlich und nachvollziehbar ist.


Obwohl das Pferd mittlerweile seit etwa 5000 Jahren domestiziert ist, haben sich sein Verhalten und seine Anforderungen an die Lebensbedingungen, die sich über Millionen von Jahren entwickelt haben, nicht wesentlich verändert.


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