Pferde unter Druck - Im Menschen-System funktionieren Wie wir selbst soll auch unser Pferd „funktionieren“. Oft reist es von Fohlenbeinen an weite Strecken, muss sich schnell umstellen und neu einfügen können. Neue Ställe oder auch Besitzerwechsel sind an der Tagesordnung. Dabei sollte es für unseren Sport einsetzbar sein, denn danach wird es gewertet und gehandelt. Der "Leistungsverweigerer" findet selten Platz in diesem Denken. Ähnlich den Menschen müssen auch die Pferde mit dem Druck fertig werden, den wir ihnen zumuten.
Der fehlende Schmerzlaut Pferde können nicht sprechen, so dass wir Menschen es eindeutig und unüberhörbar verstehen, ihnen fehlt ein Schmerzlaut. Pferde erdulden lange - sich anzupassen gehört zu ihrer ursprünglichen Natur.
Depressionen und Verhaltensstörungen Dabei können Pferde durchaus depressiv werden; die Liste der Verhaltensstörungen und Degenerationserscheinungen in Gefangenschaft ist lang. Die Vorstellungen und Ansprüche des Menschen bestimmen das Leben des Pferdes bis in den letzten Winkel seines Daseins. Nicht selten wechseln Pferde sehr häufig den Besitzer und damit ihr gesamtes Umfeld. Und das, obwohl sie in der Natur ihre Herde nicht verlassen würden, sogar meistens zeitlebens zusammen bleiben!
Krankheiten als Folge unserer Haltungsbedingungen Also werden Pferde krank, entwickeln Zivilisationserkrankungen, die durch Stressfaktoren, wie einen Stallwechsel, Fütterungsprobleme, Bewegungsmangel etc. ausgelöst werden. Dass Pferde unreitbar werden oder ihre Leistung nach einem Stall- oder auch Reiterwechsel einbricht, zeigen uns viele Beispiele. Genau genommen ist das bereits als Missbrauch zu definieren. Doch sogar der krasse, unbestrittene Missbrauch in Form von brutalen Schlägen, der für Skandale im großen Turniersport sorgt, wird meistens nicht gesehen und öffentlich bekannt gemacht, weil er hinter verschlossenen (Reithallen)türen geschieht und dort leider häufig zum System gehört. Einfach nur Pferd sein, in einem DAUERHAFT stabilen sozialen Umfeld (Herde), ist leider die Ausnahme in unserer heutigen Pferdehaltung. Dabei ist das für Pferde (und für uns Menschen) die Grundlage für ein gesundes und artgerechtes Leben.
Dürfen wir das? Wer gibt uns das Recht, Pferde einzusperren und für unsere Zwecke zu ge-brauchen? Wie ist es mit der Ethik bestellt im Umgang mit den Pferden? Wann greift das Tierschutzgesetz?
Wir möchten uns dem Thema Pferdeschutz in Zukunft noch genauer widmen, Aufklärungsarbeit leisten und Pferden und Pferdemenschen in Not helfen.
Zum Glück gibt es viele Pferdeliebhaber, die alles Erdenkliche für ihr Pferd tun und dabei eigene Einschränkungen zugunsten des Tierwohls in Kauf nehmen. Vorsichtig optimistisch behaupten wir, dass sich die Pferdehaltung allgemein langsam verbessert. Doch es gibt noch viel zu tun! Pferdeschutz fängt im eigenen Stall an und geht bis zur Pferdehilfe im In- und Ausland. Tiefes Verständnis für die Grundbedürfnisse unserer edlen Freunde ist die Voraussetzung dafür. Um an Wissen bzgl. der natürlichen und ursprünglichen Lebensweisen von Pferden zu gelangen, gibt es wundervolle Quellen. Es macht Spaß, sich in die Pferdewelt einzudenken und einzufühlen! Hier ein Tipp: Marc Lubetzki: https://marc-lubetzki.de/
Selbst aktiv werden!
Unterschreibe Petitionen gegen Tierleid! Verweigere Organisationen, Firmen, Handel, hinter denen Tierleid steckt! Spreche an, hinterfrage und werde unbequem! Wende dich an die Presse und an die Öffentlichkeit! oder wende dich direkt an uns!