artgerecht-leben-schützen  
 
Sei du die Veränderung, die du dir für die Welt wünscht!

Wildpferde vs. Hauspferde: Die Herde ist Alles!

 Warum das psychische Trauma unserer Hauspferde schon im Fohlenalter beginnt.

Pferdeleben in Freiheit
Auf dem Höhenzug geht ein leichter Wind. Ich liege hinter einem der vielen Felsen, der mir als Windschutz dient. Es ist 10.30 Uhr. Um mich herum herrscht eine geborgene Stille. Der späte Vormittag ist die Ruhezeit der 100 bis 200 wildlebenden Pferde, die sich in ihrer eigenen Ordnung platziert haben. Kaum ein Laut ist zu hören, die Schlafgeräusche entspannen mich zunehmend. Die Stuten und Hengste liegen vereinzelt, andere stehen und blicken gemeinsam in eine Richtung. Die Abstände unter den einzelnen Familienherden sind unterschiedlich groß, nichts scheint zufällig. Befreundete Pferde stehen zusammen, einige Stuten und Hengste bewachen ihre Familie. Ich beobachte die Herden und sehe kleine und große Gruppen; Hengste, die miteinander befreundet sind und ganz nah zusammen ruhen, schlafende Fohlen, befreundete Pferde in nahem Körperkontakt.
Als Teil dieser weitläufigen, natürlichen Landschaft lässt auch mich die lautlose, friedvolle, große Einheit zu einer tiefen Ruhe kommen. Alles ist richtig, alle gehören zusammen. Ich spüre die Verbundenheit unter diesen wild lebenden Tieren; die Fülle und Geborgenheit ihres Lebensraums lassen mich mit ihnen gemeinsam atmen. Sicherheit und Wohlgefühl machen sich breit.

                 Ruhezeit im Kreis der Herde

Plötzlich kommt mitten in diesem magischen Moment Unruhe auf. Die Pferde setzen sich in Bewegung und ich höre es: Das Geräusch eines nahenden Autos. Es hält an und ein Mann steigt aus. Viele Pferde versammeln sich um ihn; es gibt Gedränge und Gerangel. Aus einer großen Tüte streut der Mann Salz auf die Wiese, erst an eine Stelle, dann etwa 10 Meter weiter an eine zweite. Inzwischen erscheinen weitere Pferde aus allen Himmelrichtungen und alle drängen sich um dieses bisschen Salz. Die Herdenhengste haben schwer damit zu tun, ihre jeweils eigene Herde dabei schützend abzugrenzen und im Auge zu behalten.

Auf Abstand wird geachtet, die Grenze zur Ressource Salz wird gesichert, bis die nächste Gruppe an der Reihe ist. Die Reihenfolge unterliegt der Rangfolge der Herden und nicht des einzelnen Pferdes.

Was ist hier geschehen? Ein Mensch kam ins Spiel und lieferte mit einer seltenen Ressource den Grund für Unruhe und Streitigkeiten. Gut gemeint brachte er den natürlichen Tagesrhythmus der Pferde durcheinander. Dabei lässt die Wildpferdebeobachtung den Schluss zu, dass die Tiere uns nicht brauchen. Vermutlich kommen sie in ihrer natürlichen Umgebung auch ohne Extra-Salz aus.
Beobachter wilder Pferde an unterschiedlichen Stellen auf unserem Planeten erkennen: Diese Pferde sind gesund, meist wohlgenährt, auch in sehr kalten Regionen top-fit und können sich perfekt den Bedingungen der Natur anpassen. Kein Zeichen von Allergien, Atemwegserkrankungen oder anderen Zivilisationserkrankungen.  Und bei wirklich freilebenden Pferden, die ausreichend viel(!) Platz haben, kommt es nur äußerst selten zu Fällen von Hufrehe, beobachtet wurde das nur nach Geburten oder nach Vergiftungen. Für mich kann ich behaupten, dass ich niemals so viele gesunde und gut genährte Pferde auf einmal gesehen habe. Ich spüre, wie wichtig die natürliche Ordnung in den sozialen Strukturen ist und tauche in die Thematik ganz und gar ein.
Als Mensch kenne ich die Sehnsucht nach Verbundenheit und echter Gemeinschaft. Bei den Pferden in Freiheit kann ich sehen und spüren, dass sie dies ganz selbstverständlich leben. Sie sind geboren, um frei zu sein. Solange sie ihren Lebensraum behalten, haben sie alles, um psychisch und physisch gesund zu bleiben. Zu diesem Lebensraum gehört die Familie, denn die bietet Sicherheit!


Herdenfamilien
Gut zu erkennen ist, dass Pferde in einem großen Herdenverbund leben, der sich aus vielen kleinen oder auch größeren Familienherden zusammensetzt. Neben den klassischen Familien gibt es Konstellationen wie z.B. Bachelorherden aus mehreren Junghengsten, die jeweils ihren eigenen persönlichen Charakter besitzen. Die Größe und Struktur einer Herde unterliegt einer gewissen Dynamik, während der Kern einer Familienherde meist über viele Jahre stabil bleibt. (Aus Marc Lubetzki, „Im Gespräch mit wilden Pferden“).  Die Herde ist das mobile Zuhause der Pferde, ein geschützter Raum. Pferde sind sehr sozial, je nach Offenheit der Gruppe kann es geschehen, dass sich ein neues Tier in eine andere Herde integriert. Solche Prozesse ziehen sich bei Jungtieren oft über eine längere Zeit hin, bei älteren Stuten geht es meist schnell. Frieden und die Harmonie innerhalb einer Herde sind überlebenswichtig. Unruhen und deren Folgen werden vermieden.
· Pferde bleiben zeitlebens in ihrem großen Herdenverband. Sie kennen sich untereinander und fühlen sich dadurch sicher.
· Wechsel zwischen den Familienherden geschehen sind ein Prozess und geschehen nur aus bestimmten Anlässen. Gründe liegen oft in der Lebensphase, so dass in einem bestimmten Alter ein Verlassen der Herde natürlich und nachvollziehbar ist.
· Eine Trennung geschieht niemals mit Gewalt. Plötzlicher Herden- und Umgebungswechsel sind nicht vorgesehen. Wenn der Herdenhengst stirbt, kann es zu einer seltenen Ausnahmesituation kommen. Die Herde löst sich dann normalerweise auf, integriert sich jedoch in ihrem gewohnten großen Herdenverband in unterschiedliche Gruppen.
· Ein Verlust der stabilen Herde und sogar des ganzen Herdenverbandes in Verbindung mit einem Umgebungswechsel ist für ein Pferd sehr stressige, wenn nicht sogar eine gefühlt lebensbedrohliche Situation!

Jungpferde in der Wildpferdeherde
Zunächst jedoch wird das Fohlen in seine Familie hineingeboren und findet seinen Platz in der ersten Zeit in der Nähe seiner Mutter. Von dort aus nimmt es Kontakt zu anderen Jungpferden in seiner Herde auf, spielt und bewegt sich in Sichtweite zur Mutter in immer größer werdenden Distanzen. Die Entdeckungstouren werden auch vom Vater überwacht. Wenn sich das Fohlen nach seiner Meinung zu weit von der Herde entfernt, holt er es zurück. Konsequent, jedes Mal.
Die Jungpferde bleiben so lange in der Herde, bis sie reif genug sind für Veränderung. Diese individuelle Entwicklung hat nichts von gewaltsamer Trennung zwischen Mutter und Jungtier. Mehrmals hatte ich die Situation, dass ich zweimal hinschauen musste um zu erkennen, dass die Stute ihr bereits großes Jungpferd mit einem Fohlen bei Fuß säugt. Anscheinend ist genug da für das neue Fohlen und das ältere. Ein junges Pferd wächst im Schutz der Familie und mit den Geschwistern auf, bis es im Alter zwischen 10 Monaten und 4 Jahren die Herde verlässt. Manche bleiben sogar in der Herde.

Ein Fohlen wird in der Natur noch gesäugt, auch wenn die Mutter hochtragend ist.




Während die Stute meist mit der Aufzucht des jungen Nachwuchses beschäftigt ist, übernimmt der Herdenhengst einen wichtigen Teil der Erziehung der 1-, 2- und 3-Jährigen Junghengste. Es ist ein Vergnügen mit anzuschauen, wie der Herdenhengst mit seinem Nachwuchs spielt, gemeinsam unterwegs ist und vieles zeigt. Körperlich geschickt zu sein lernen sie von ihm ebenso wie soziale Strukturen aufzubauen und zu pflegen. Denn der Herdenhengst kümmert sich um Kontakte und Freundschaften und verteidigt seine Herde




Jungtiere unterschiedlichen Alters verbringen ihre Zeit zusammen; ein erwachsenes Pferd begleitet den Nachwuchs Seite an Seite.

Die meisten Familienherden bleiben im Kern ihr Leben lang zusammen. Wenn Junghengste ihre Herde verlassen, sind sie oft schon lange geschlechtsreif. Der Althengst würde nicht zulassen, dass sie in ihrer Herde die älteren Stuten decken. Manche Junghengste formieren sich dann zu einer Bachelorherde. Diese Gruppe hat ihre eigenen Lerninhalte auf dem Weg zum Hengst-Sein. Nicht selten bekommt die Bachelorherde Besuch von einem Dozenten in Gestalt eines Althengstes. Sobald die Zeit reif und die Gelegenheit günstig ist, gründet eine neue oder schließt sich einer offenen Herde an.
· Hengste sind äußerst soziale Tiere mit wichtigen Aufgaben. Sie pflegen den Kontakt nach außen und halten ihre Familie zusammen. Einen Hengst einzeln zu halten, wie es in Menschenhand üblich ist, spricht völlig gegen seine Natur und sein wichtiges Bedürfnis nach Artgenossen.
Die Pferde kennen sich untereinander. Alles passiert in Systemen, in einer Ordnung, die alle verstehen. Die Hengste verteidigen ihre Familien. Verletzungen, die dadurch entstehen, oder auch durch andere Einflüsse, verheilen. Das ist bei manch dramatisch aussehender Verletzung kaum zu glauben. Tiere mit schlimmen Wunden bewegen sich weiter mit der Herde und langsam genesen sie. Nicht, dass es nicht auch Verluste gäbe. Pferde sterben auch schon mal an Verletzungen. Aber nicht an Erkrankungen, die wir von unseren Hauspferden kennen.


Können Wildpferde und Hauspferde überhaupt miteinander verglichen werden?

Ja, den Vergleich können und dürfen wir ziehen. Die Entwicklung der Pferde nahm mehrere Millionen Jahre in Anspruch. Die Domestizierung betreiben wir seit ca. 4000 Jahren.  Mustangs und andere Pferde, die wir heute als „Wildpferde“ bezeichnen, stammen von Hauspferden ab. Sie wurden erst von Menschen gehalten und dann freigelassen. Die Pferde haben sich ihre Instinkte bewahrt und damit konnten sie in Freiheit überleben und sich vermehren. Die Bedürfnisse und Instinkte unterscheiden sich nicht von denen der Wildpferde, die nie domestiziert wurden wie z.B. Tarpan-Pferde.

Pferde auf der Koppel und im Stall – in Obhut und Abhängigkeit von uns Menschen

Fohlen und Jungpferde
Hurra, das Fohlen kommt bald! Das heißt: Die Stute wird zum Abfohlen in eine fremde, vermeintlich sicherere Umgebung gebracht. Sie bekommt beispielsweise eine spezielle Box und ist damit weg von der bekannten Herde (hier benutze ich den Begriff für die Gruppe in unserer Haltungspraxis). Dabei dient eine stabile Herdenkonstellation dem Schutz und der Sicherheit der Stute. Der natürliche Ablauf ist gestört.
Dass die Anwesenheit eines Menschen der Stute alternativ Sicherheit gibt – selbst wenn es die Besitzerin oder der Besitzer „mit starker Bindung zum eigenen Pferd“ ist – empfinde ich als fragwürdig.
· Ein Mensch wird selten ein echter Teil einer Pferdeherde sein, denn dafür verbringt er viel zu wenig Zeit in der Herde, bei den Pferden und in ihrem gemeinsamen „Tagesprogramm“. Von daher kann er nur als Besucher dazu gehören.
In ihrer natürlichen Umgebung bekommt eine Stute ihr Fohlen in ihrer Herde. Sie sucht sich einen Platz, der für sie am besten ist. Sie ist geschützt. Wie die meisten Stuten bringt auch diese Stute ihr Fohlen in der 2. Nachthälfte zur Welt. Das ist jedoch individuell, es gibt auch Geburten am Tag und manche Stuten fohlen außerhalb der Herde. Nach wenigen Stunden ziehen beide mit der Herde mit. Das Fohlen tut seine ersten Schritte über Stock und Stein. So bilden sich Hufe und der gesamte Körper von Lebensbeginn an zu einem perfekten, gesunden Organismus.

In der Natur folgt das Fohlen von den ersten Lebenstagen an auch über unwegsames Gelände.


Das Fohlen wächst heran. Es fühlt sich sicher, wenn die Mutter sicher ist. Im Fall unseres Stall-Fohlens wird ihm die Sicherheit im Alter von 6 Monaten genommen. Dann wird es abgesetzt, von der Mutter plötzlich getrennt. Das junge Tier wird verkauft (Transport!) oder, wenn es der Pferdebesitzer gut meint, kommt es in eine Fohlenherde. Damit kommt die Mutterstute zur Ruhe und das Fohlen kann mit und von Gleichaltrigen sozialen Umgang lernen. Ist das so? Zunächst einmal hören wir die Mutterstute tagelang nach ihrem Fohlen rufen und das Fohlen nach seiner Mutter. Spätestens hier erlebt ein junges Pferd sein erstes Trauma. Die Sicherheit an der Seite der Mutter ist plötzlich verloren, die bekannte Herde mit erwachsenen Pferden gibt es nicht.
Das Fohlen steht unter großem Stress, die Mutterstute ebenso. Das ganze Immunsystem steht auf hoher Alarmstufe. Spätestens in diesem Moment bekommt es erste Impfungen und Wurmkuren verabreicht. 

Das natürliche Absetzen des Fohlens erfolgt:
· Nach allmählicher Loslösung von seiner Mutter
· In einem festen Herdenverbund, nach dem Aufbau neuer Bindungen zu anderen Pferden
· Frühestens im Fohlenalter von 8 bis 10 Monaten



Das Erwachsenwerden
Das Heranwachsen junger Pferde findet in vielen Fällen in Herden mit anderen jungen Pferden statt. Somit gibt es keine reiferen, erwachsenen Pferde, an denen sie sich orientieren können. In vielen anderen Fällen kommt ein Jungpferd in eine zusammengewürfelte Gruppe, in der Erziehung und Orientierung ebenfalls schwer zu finden sein können.
Junghengste werden meist schon mit 2 Jahren für die Körung vorbereitet. Der „Ernst des Lebens“ beginnt mit speziellem Training und meist in isolierter Boxenhaltung. Mit 3 bis 4 Jahren werden die meisten Jungpferde eingeritten und ausgebildet. Jetzt kommen neue Pferde, Menschen, Trainer und Aufgaben hinzu. Die Odyssee beginnt: Stallwechsel bedeutet Stress für das Pferd. Ein Herdenverlust fühlt sich äußerst bedrohlich an. Jeder Transport auf dem Anhänger und im LKW stresst an sich und ist unmittelbar mit einem Herdenverlust verbunden. Das gilt auch für den Transport zum Trainings- oder Turnierort.
Wer sich klar macht, wie Pferde „im Original“ leben, also in Freiheit, der versteht, warum es den Tieren kaum anzumerken ist, wenn sie physischem wie psychischem Druck ausgesetzt sind. Jede Verweigerung und jeder Lautäußerung würde das einzelne Pferd oder gar die ganze Herde in Gefahr bringen. Deshalb machen wir uns nicht bewusst, dass das Tier leidet. Selbst im größten Stress, im „Überlebensmodus“ ist ihm das kaum anzumerken. Somit übergehen wir das. Dass dies auf Dauer krank macht, leuchtet ein.
Nicht selten entwickeln Pferde ab dem Alter von 4 Jahren sogenannte „Unarten“ wie Koppen und Weben, was immer Kompensierungen ihrer psychischen Not sind. Fehlende soziale Kontakte, Traumata durch Herdenverlust, zu wenig Bewegung, zu wenig Futter, Schmerzen – die Liste ist lang. Auch Erkrankungen, wie Allergien und Sommerekzem fangen häufig in diesem Alter an. Verhaltensauffälligkeiten werden mit Pferdetrainern gelöst. Das Haltungs- und Sozialsystem wird dabei selten hinterfragt.


Individualdistanz
Jedes Individuum besitzt seinen persönlichen Radius, wie eng es andere Artgenossen oder Lebewesen an sich heranlässt. Diese ist abhängig von Sympathie und Vertrauen. Auch bei Pferden ist das so – bedingt durch die eigene Körpergröße brauchen sie mehr Platz um sich, als wir Menschen. In ihrer natürlichen Umgebung haben sie idealerweise genug Platz, um sich auszuweichen zu können und um den persönlichen Individualabstand einzuhalten. Klare Zeichen signalisieren die Grenzen und die Ordnung kann direkt wieder hergestellt werden.
In unseren Haltungsformen gibt es schnell Konflikte durch mangelnden Abstand. Pferde stehen zufällig zusammengewürfelt auf zu wenig Platz und können sich nicht ausweichen. Das steigert die Verletzungsgefahr. Eng nebeneinander in unfreiwilliger Gesellschaft in Boxen oder Paddocks zu stehen bringt Dauerstress.


Schmerzen erkennen
Pferde sind leise. Als Fluchttier begrenzt es sich auf wenige Geräusche, ein Schmerzlaut ist selten und nur in allerhöchster Not zu hören. Wenn wir uns dessen ganz bewusst sind, dann werden wir feststellen, dass dauerhafter Schmerz oder seelisches Leid bei Pferden geräuschlos ist. Wir haben kaum Möglichkeiten der Schmerzidentifikation bei unserem Pferd. Die Gefahr, es also wiederholt in entsprechende Situationen zu bringen ist groß!
Bewegung
Es überraschte mich ein wenig, wie selten die Pferde in der Wildnis galoppieren. Meist waren tatsächlich Hengste oder Jungpferde schneller in ihren Bewegungen. Pferde sind Energiesparer, die jedoch den ganzen Tag in freier Bewegung sind. Sie wandern idealerweise etwa min. 20 km am Tag und nicht unbedingt schnell. So können auch die Fohlen Anschluss halten. Zu den gemeinsamen Ruhephasen bleiben sie an einer Stelle.


Tagesrhythmus
Es gibt einen gemeinsamen Tagesrhythmus der Herde. Nach meiner Beobachtung findet die große Ruhephase – egal welcher Pferde an welchem Ort – ca. zwischen 10.30 Uhr und 12 Uhr statt. Dann folgen Fress-, Spiel- und Aktivitätsphasen bis in den Abend hinein. Zur Nacht positionieren sie sich in höher gelegenen, überschaubaren Gebieten, stehen eng zusammen und bewegen sich wenig.

Empathie
Beobachtungen in der Wildnis sind Geschenke und können Augenöffner sein. Dem Pferdebesitzer und / oder Therapeuten dient das wild lebende Pferd als Referenz. Wenn die Anamnese deutlich Einblick nimmt in das Geschehen um die sozialen Gegebenheiten und wir die Haltungsbedingungen, die wir definieren am relativen Optimum in der Wildnis messen, dann haben wir die Chance, uns der Augenhöhe unseres geliebten Pferdes etwas zu nähern.


Text und Fotos: THP Katrin Ehrlich 

Tipps: Marc Lubetzki, Wild Horses; Margit Zeitler-Feicht: Handbuch Pferdeverhalten